Die Umgehungsstraße von Budva: ein groß angelegtes Infrastrukturprojekt, das die Küstenregion bis 2029 verändern wird
Eines der ehrgeizigsten Straßenprojekte in Montenegro — die Umgehungsstraße um Budva auf dem Abschnitt Markovići – Lastva Grbaljska — soll innerhalb von vier Jahren nach Beginn der Bauarbeiten fertiggestellt werden. Wie der Direktor der staatlichen Kom...
Eines der ehrgeizigsten Straßenprojekte in Montenegro —die Umgehungsstraße um Budvaauf dem AbschnittMarkovići – Lastva Grbaljska— soll innerhalb von vier Jahren nach Beginn der Bauarbeiten fertiggestellt werden. Wie der Direktor des staatlichen UnternehmensMonteput, Milan Ljaljanić, mitteilte, zeichnet sich das Projekt durch außergewöhnliche Komplexität aus:mehr als 70 % der Trasse werden durch Tunnel und Brücken verlaufen.
Seinen Worten zufolge steht die Bedeutung dieses Projekts für den Süden des Landes der wichtigsten Magistraleder Autobahn Bar – Boljarein nichts nach.
Die erste Phase der Küsten-Schnellstraße
Der AbschnittMarkovići – Lastva Grbaljskamit einer Länge von rund 8 Kilometern wirddie erste Bauphase der Schnellstraße entlang der montenegrinischen Küste— des künftigenAdria-Ionischen Korridors— sein, der Montenegro im Raum Igalo mit Kroatien verbinden wird.
Laut der technischen Dokumentation von Monteput umfasst das Projekt:
den Bau vonvier Brückenmit einer Gesamtlänge von1,4 km,
undzwei zweiröhrigen Tunnelnmit einer Länge von mehr als4,3 km.
Damit werdenzwei Drittel der gesamten Trassedurch Ingenieurbauwerke führen — was dieses Vorhaben zumtechnisch anspruchsvollsten Projektder Straßeninfrastruktur an der montenegrinischen Küste macht.
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Investitionen von fast 200 Millionen Euro
Die Gesamtkosten der Arbeiten werden auf196,27 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuergeschätzt. Das Projekt wird nach dem Modell„Planung und Bau“ (design & build)umgesetzt, was den Prozess beschleunigen und bürokratische Schritte minimieren soll.
Die Ausschreibung zur Auswahl des Auftragnehmers wurde am 14. Oktober 2025 veröffentlicht, die Ausführungsfrist beträgt 48 Monate. Wenn das Vergabeverfahren ohne Verzögerungen verläuft,könnte Budva bereits bis Ende 2029 eine neue Umgehungsstraße erhalten.
Im Preis enthalten sind die Ausarbeitung des Hauptprojekts, die Bauarbeiten und die technische Überwachung. Zusätzlich sind rund20 Millionen Eurofür dieEnteignung von Grundstückenvorgesehen.
Eine Videoprojektion der künftigen Adria-Ionischen Magistrale, einschließlich der Umgehungsstraße um Budva, wurde veröffentlicht:
https://youtu.be/cQPHtR7eFnw?si=ourvdvV9tC5PmA_u
Neue Straße — eine Lösung für die überlastete Küste
Bei Monteput ist man überzeugt, dass die neue Trasse die bestehende Küstenmagistrale erheblich entlasten wird, die in der Sommersaison der am stärksten überlastete Teil des Straßennetzes des Landes bleibt.
Dank der Umgehungsstraße:
wird der Verkehrschneller und sicherer,
wird das Niveau derLuftverschmutzung im Zentrum von Budvasinken,
wird sich derZugang für Touristenzu den Ferienorten von Boka und der zentralen Küste verbessern.
Die neue Infrastruktur wird die Voraussetzungen für einenachhaltige Verkehrsentwicklung der Regionschaffen und die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen dem Norden und dem Süden des Landes stärken.
Schlüsselelement des Adria-Ionischen Korridors
Die Umgehungsstraße ist nicht nur ein lokales Projekt, sondern ein Schlüsselelement des internationalen Verkehrsnetzes, das die Bucht von Kotor, Budva, Bar und Ulcinj verbinden wird.
Die Umsetzung dieses Projekts wird Montenegro zu einem integralen Bestandteil des Adria-Ionischen Korridors und zu einem der strategischen Verkehrsknotenpunkte Südosteuropas machen.
Wie Milan Ljaljanić betonte, betrachtet Monteput den Bau der Umgehungsstraße als Priorität: