Russische und ukrainische Staatsbürger wirken sich positiv auf die Stärkung der Einnahmenseite des montenegrinischen Haushalts aus
Das Finanzministeriumteiltemit, dass das Wachstum des privaten Konsums und die im Tourismus erzielten Ergebnisse zu einem deutlichen Anstieg der vom Staat auf Grundlage der Mehrwertsteuer eingezogenen Einnahmen geführt haben, die im Zeitraum von Januar bis September um 171,6 Mio. Euro bzw. 34,8 % höher waren als im gleichen Zeitraum des Jahres 2021, beziehungsweise um 127,7 Mio. Euro bzw. 23,8 % über den geplanten Einnahmen lagen.
Kürzlich teilte das Innenministerium mit, dass füreinen vorübergehenden oder dauerhaften Aufenthaltin Montenegro etwas mehr als13.500 russische Staatsbürgergenehmigt wurden, während sichukrainische Staatsbürgerim Land auf Grundlage des vorübergehenden Schutzes oder einer genehmigten Aufenthaltsgenehmigung fast
11.100 PersonenSeit Beginn des Krieges in der Ukraine haben bis Ende Februar 112.755 russische Staatsbürger und 50.614 ukrainische Staatsbürger einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen in Montenegro beantragt.Das Finanzministerium betont, dass wir Zeugen dessen sind, dass sich die montenegrinische Wirtschaft trotz der durch den Krieg in der Ukraine verursachten Krise im Vergleich zum Niveau vor der Pandemie deutlich erholt und ein dynamisches Wachstum verzeichnet, das im zweiten Quartal des Jahres 12,7 % betrug und damit offiziell das höchste in Europa ist. Nach Angaben des Ministeriums liegt das über den Erwartungen liegende Wachstum zusammen mit günstigen makroökonomischen Kennzahlen im positiven Bereich der zuständigen internationalen Organisationen, die ihre Wachstumsprognosen für Montenegro für das laufende Jahr nach oben korrigiert haben.„Neben dem deutlichen Anstieg der Importe und der in diesem Zeitraum verzeichneten Inflation besteht kein Zweifel daran, dass auch die Zunahme der Zahl ausländischer Staatsbürger, die aufgrund des Krieges in der Ukraine eine Aufenthaltsgenehmigung in Montenegro erhalten haben, durch den Anstieg des privaten Konsums zu höheren Einnahmen beigetragen hat. Somit ist offensichtlich, dass der durch den Krieg in der Ukraine verursachte Anstieg des Zustroms ausländischer Staatsbürger zu positiven Trends beigetragen hat und nach Einschätzung der Regierung in erster Linie den stärkeren privaten Konsum sowie die positiven Ergebnisse im Tourismus, Handel und den damit verbundenen Tätigkeiten widerspiegelte, da die genannten Personen ihr Kapital in unser Land transferiert haben und allmählich private Unternehmen gründen sowie Interesse an weiteren Investitionen bekunden. Zusätzliche Vorteile sind auch im kommenden Zeitraum im Hinblick auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Steigerung der Einnahmen in allen Steuerkategorien zu erwarten“, heißt es in der Antwort des Ministeriums.
