Budva-Riviera 2026: Der vollständige Guide zu den Ferienorten von Budva bis Petrovac
Im vorherigen Teil unseres Montenegro-Reiseführers haben wir die Bucht von Kotor erkundet: wir spazierten entlang der mächtigen Mauern von Kotor, bewunderten die Architektur von Perast und fuhren mit dem Boot zur Blauen Grotte. Jetzt geht es weiter nach Süden — an die Budva-Riviera, die Haupt...
Im vorherigen Teil unseres Reiseführers durch Montenegro haben wir die Bucht von Kotor erkundet: sind über die mächtigen Mauern von Kotor spaziert, haben die Architektur von Perast bewundert und sind mit dem Boot zur Blauen Grotte gefahren. Jetzt geht es weiter nach Süden — an die Budva-Riviera, die wichtigste Ferienregion des Landes.
Hier wechseln sich auf 35 Kilometern Küste lebhafte Strände und ruhige Buchten, mittelalterliche Festungen und ultramoderne Clubs, gemütliche Dörfer und Marinas für Superyachten ab. Dieser Teil der Adria ist das Herz des montenegrinischen Tourismus, und genau hier entsteht das Gefühl eines „echten Urlaubs“.
Budva — Altstadt, die besten Restaurants, Strände und Nachtleben
Budva lebt ein Doppelleben. Tagsüber ist es eine charmante mittelalterliche Altstadt (Stari Grad), die über 2500 Jahre alt ist. Sie ist von mächtigen Mauern umgeben, in denen sich die Zitadelle, die alten Kirchen des Heiligen Johannes und der Heiligen Dreifaltigkeit sowie enge Gassen verbergen, in denen man sich gern verliert. Direkt an den Toren kann man die Ruinen eines römischen Nekropole sehen, und von den Mauern der Zitadelle eröffnet sich ein herrlicher Blick auf das Meer und die berühmte Skulptur „Tänzerin von Budva“.
Mit Einbruch der Dämmerung verwandelt sich Budva. Es ist eine multinationale Stadt, in die Touristen und Expats aus aller Welt kommen, daher findet man hier für jeden Geschmack das passende Lokal.
Kaffee und Desserts: In der Altstadt gibt es ausgezeichnete Cafés: Casper, North Coffee Shop
Cocktails: Für die besten Cocktails, sowohl klassische als auch Signature-Drinks, gehen Sie zu Barduck, Strix Baroder Hemingway in der Altstadt. Auch Barbarabarund 504 Rooftopauf dem Dach mit Blick über die Stadt sind einen Besuch wert.
Nachtleben: Neben dem beliebtesten Open-Air-Club Top Hill, der auf dem Berg über der Stadt liegt und in dem bis zum Morgengrauen Konzerte und DJ-Sets stattfinden, lohnt sich auch ein Blick auf Club Hide Budva, Ambiente und Teatro.
Becici und Rafailovici: der ideale Familienurlaub
Wenn man von der lebhaften Budva nach Osten fährt, geht die Küste sanft in eine Reihe ruhigerer und gemächlicherer Ferienorte über, die sich ideal für Familienurlaub eignen.
Als Erstes trifft man auf Becici und Rafailovici — im Grunde ein einziger großer Ferienort, verbunden durch eine lange Promenade und einen herrlichen breiten Sand-Kiesel-Strand, der mehrfach mit der „Blauen Flagge“ für seine Sauberkeit ausgezeichnet wurde.
Strand Jaz. Montenegro. Foto: Stefan Kostić
Becici ist bekannt für seine großen Hotelanlagen und Neubauten zu erschwinglichen Preisen, während Rafailovici, ein ehemaliges Fischerdorf, eine intimere Atmosphäre bewahrt hat und für einige der besten Fischrestaurants an der gesamten Küste bekannt ist, die Feinschmecker aus der ganzen Riviera gezielt anziehen — Tri Ribara, Porat, das Restaurant im Hotel Aleksandar.
In Becici befindet sich außerdem das hervorragende RestaurantTwo Captains und das benachbarte Café Voronka, wo man ebenfalls lecker essen kann.
Die bequeme Promenade, auf der man mit dem Kinderwagen spazieren kann, und der Fußgängertunnel, der direkt nach Budva führt, machen diese Orte zu einer wunderbaren Alternative für alle, die Ruhe suchen, aber in der Nähe des Geschehens bleiben möchten.
Petrovac: ruhiger Urlaub inmitten von Pinien
Wenn man noch weiter entlang der Küste fährt, gelangt man nach Petrovac — einer der gemütlichsten und malerischsten Orte der Budva-Riviera. In einer schönen Bucht gelegen, umgeben von dichten Pinienwäldern und Olivenhainen, verzaubert er mit seiner friedlichen Atmosphäre. Genau hier beginnt der berühmte „Gesundheitspfad“ — ein malerischer Wanderweg, der am Meer entlang durch den Pinienwald führt und die Luft mit wohltuendem Nadelduft erfüllt.
Über der Promenade erhebt sich die alte venezianische Festung Kastello aus dem 16. Jahrhundert, und vom Ufer aus eröffnet sich der Blick auf zwei winzige Inseln — Katic und Sveta Nedelja, die zu Symbolen der Stadt geworden sind. Neben dem Hauptstadtstrand mit seinem charakteristischen rötlichen Kies liegt nur 10 Gehminuten entfernt der malerische Strand Lucice, versteckt in einer abgeschiedenen Bucht.
In Petrovac gibt es gute Familienrestaurants, Konditoreien und Cafés, und abends belebt Straßenmusik die Promenade. Essen gehen kann man in lokalen Restaurants: Gastro Bar Piazza, M.U.N. oder Konoba Tramontana.
Petrovac ist die ideale Wahl für alle, die einen entspannten Urlaub inmitten atemberaubender Natur suchen, auch wenn seine beliebten Strände in der Hochsaison recht überfüllt sein können.
Blick auf die Festung Kastello, Petrovac, Montenegro
Sveti Stefan und der Park Milocer: die Visitenkarte Montenegros
Die Insel Sveti Stefan — die Visitenkarte Montenegros. Einst war sie ein Fischerdorf, später wurde sie zur Residenz für Weltstars — von Sophia Loren bis Novak Djokovic. Bei der Reiseplanung ist es jedoch äußerst wichtig, über aktuelle Informationen zu verfügen. Der Ferienort, der von der exklusiven Aman-Resorts-Kette betrieben wurde, ist seit 2020 geschlossen, und nach heutigem Stand ist der Zugang zur Insel für die Öffentlichkeit vollständig gesperrt.
Das heißt aber nicht, dass man Sveti Stefan nicht genießen kann. Man muss nur wissen, wie man es richtig macht.
Die besten Aussichten: Die klassischsten Fotos gelingen von der Panoramaplattform an der Hauptstraße oberhalb der Insel. Bitte seien Sie jedoch vorsichtig beim Überqueren der Straße, dort herrscht reger Autoverkehr.
Zugängliche Strände: Der Strand links vom Isthmus ist öffentlich und für alle zugänglich. Das heutige Hauptgeheimnis ist jedoch der Park und Strand Milocer. Früher waren die Strände in dieser Bucht für Gäste des Aman-Hotels reserviert. Jetzt, da das Hotel geschlossen ist, sind dieser herrliche Park mit Reliktkiefern und Zedern sowie der wunderschöne Strand mit rosa Kies für alle zugänglich.
Abendessen mit Blick auf die Insel: Die beste Art, mit Blick auf Sveti Stefan zu essen, ist, einen Tisch in einem der Restaurants gegenüber zu reservieren, zum Beispiel im Oliva Restaurant. Für einen besonderen Anlass eignet sich das exklusive Muse Restaurant & Bar in der Villa Geba. Preisgünstigere, aber nicht weniger schöne Optionen (allerdings ohne Blick auf die Insel) findet man im benachbarten Ort Przno: Fini porat, La Mar oder Konoba More.
Sveti Stefan. Montenegro. Foto: Oleg Gratilo
Geheime Orte, über die Reiseführer selten schreiben
Neben den berühmten Ferienorten bewahrt die Küste auch weniger bekannte Ecken, die es zu entdecken lohnt:
Przno: eine ruhige Bucht mit traditionellen Häusern und Booten. Hier befinden sich der königliche Strand, umgeben vom Park Milocer, und das moderne Hotel-Casino Maestral Resort.
Drobni Pijesak: ein Strand zwischen Budva und Petrovac, umgeben von Pinien und Felsen. Hier sind das Wasser besonders klar und die Atmosphäre besonders abgeschieden.
Kamenovo (Kamenovo): Ein malerischer Strand zwischen Becici und Przno, bekannt für türkisfarbenes Wasser und schöne Sonnenuntergänge. Man erreicht ihn über einen Fußgängertunnel oder mit dem Auto.
Die Budva-Riviera ist, wie ganz Montenegro, reich an Klöstern. Hier gibt es viele, und jedes hat seine eigene einzigartige Geschichte. Dieses Erbe ist ein wichtiger Teil der kulturellen Landschaft des Landes und erinnert an seine tiefen orthodoxen Wurzeln.
Viele Klöster liegen direkt an der Küste oder unweit davon. Dazu gehören das Kloster Podmaine (Budva), das Kloster Praskvica (Sveti Stefan), das Kloster Rezevici (Petrovac), das Kloster Gradiste (Buljarica), Savina (Herceg Novi) sowie das Kloster Beska und das Kloster des Heiligen Erzengels Michael auf den Inseln des Skutarisees (Virpazar). Jedes von ihnen ist auf seine Weise interessant und oft für Besucher geöffnet.
Moderne Ferienorte: Porto Montenegro, Portonovi und Luštica Bay
Auch wenn diese Projekte formal außerhalb der Budva-Riviera liegen, ist das Bild des modernen Montenegros ohne sie nicht vorstellbar. In den letzten 15 Jahren hat sich das Land zu einem Anziehungspunkt für die Weltelite entwickelt, und die neuen Ferienorte mit Marinas sind zur Visitenkarte der Küste geworden.
Porto Montenegro. Tivat, Montenegro
Portonovi (Kumbor, bei Herceg Novi):
An der Stelle eines ehemaligen Militärstützpunkts ist eine ganze Ferienstadt mit Apartments, Hotels, Restaurants und Boutiquen entstanden. Hier befindet sich das erste Hotel der Marke One&Only, bekannt für sein SPA-Zentrum Chenot Espace und den Pool direkt am Meer.
Das Restaurant NOA Portonovi mit asiatischer Fusion-Küche ist längst zu einer gastronomischen Referenz geworden. Im Sommer verwandelt sich die Marina in eine Bühne für Konzerte, Ausstellungen und Regatten — das Programm für dieses Jahr verspricht Jazz- und Gastronomiefestivals.
Porto Montenegro (Tivat):
Das am weitesten entwickelte und lebhafteste Projekt mit Luxusimmobilien, das Montenegro der Welt geöffnet hat. Hier gibt es Hunderte Liegeplätze für Superyachten, von MaxMara- und BOSS-Boutiquen bis zu Galerien für zeitgenössische Kunst.
In den Restaurants kann man Steaks im Gallardo, montenegrinische Signature-Küche im Bokka Modern, italienische Küche im Mala Bevanda La Pasteria genießen oder einfach Kaffee mit Dessert im Ma Chérie oder Kafeterija trinken, Eis essen beiMoritz Eis. Ganz in der Nähe gibt es das gemütliche Café Sofimit herrlichem Blick auf die Bucht, das berühmte GrillrestaurantTanjga und das hervorragende Restaurant asiatischer Küche MILÃim Boutique-Hotel Casa Manor.
Das neue Viertel Boka Place hat Tivat zum Zentrum des Premium-Shoppings gemacht; in der Nähe gibt es beliebte Strandkomplexe AURA Beach, Waikiki Beach Resort und das neue Gastronomieprojekt D’LIRIO.
Luštica Bay (Halbinsel Luštica):
Ein junger Ferienort, der praktisch von Grund auf neu gebaut wurde. Neben Marinas und Stränden gibt es hier luxuriöse Häuser und Villen, einen Golfplatz von Weltklasse, stilvolle Boutiquen und Restaurants (The Spot, The Japanese und die Gelateria Ciao Bella). Luštica Bay wird besonders für seine Architektur im Stil traditioneller Küstendörfer geschätzt, jedoch mit dem Komfort eines modernen Ferienorts.
Diese drei Projekte sind nicht nur Orte der Erholung, sondern auch neue „Einstiegspunkte“ nach Montenegro für Reisende, die das Niveau der Côte d’Azur oder Ligurien in Italien gewohnt sind.
Luštica Bay. Halbinsel Luštica, Montenegro
FAQ: Wann sollte man nach Montenegro reisen, wie kommt man hin und was kostet es?
Beste Reisezeit: Mai–Juni und September — eine Kombination aus warmem Wetter, weniger Menschen und vernünftigeren Preisen. Juli–August ist die Hochsaison, alles im Voraus buchen.
Transport: Flughafen Tivat (TIV) — näher an Porto Montenegro und Budva; Podgorica (TGD) — praktischer für die Kombination mit dem Landesinneren und den Bergen. Zwischen den Orten fährt man bequem mit dem Auto; in der Saison kann es an beliebten Parkplätzen zu Staus kommen. Der öffentliche Verkehr im Land ist schlecht ausgebaut.
Reservierungen: für Tische in beliebten Restaurants sollte man besser im Voraus reservieren, besonders zum Abendessen in der Hochsaison.
Preise: Abendessen in einem Restaurant der mittleren Preisklasse — 15–25 € pro Person; Premium-Lokale am Meer oder in Marinas in Portonovi, Porto Montenegro, Luštica Bay — ab 40 € und mehr pro Person. Strandservices (Liegestühle, Sonnenschirme) sind kostenpflichtig, aber oft gibt es an den Stränden Plätze, an denen man sich mit eigenem Handtuch und Sonnenschirm kostenlos niederlassen kann.
Dresscode und Umgangsformen: In Badehose und Badeanzug darf man sich nur auf dem Strandgelände aufhalten; in dieser Kleidung durch die Stadt zu gehen oder ein Lokal zu betreten ist verboten. Kleidungsstil: an der Promenade und in Cafés — casual; in einigen Restaurants von Premium-Hotels — abends smart-casual.
Was man in Montenegro sonst noch besuchen sollte
Die Budva-Riviera ist ein Konzentrat Montenegros: Das historische Zentrum von Budva verbindet sich mit den Familienstränden von Becici und Rafailovici, und die luxuriösen Marinas Porto Montenegro, Portonovi und Luštica Bay geben dem Land das Gesicht eines modernen Ferienziels. Hier kann man eine Woche mit entspannten Spaziergängen und Verkostungen verbringen, oder Strand mit Party und Shopping kombinieren — alles ist nah und leicht erreichbar.