Unternehmen aus Aserbaidschan, China und Russland sind die größten Investoren in Montenegro. Aserbaidschan liegt weiterhin an erster Stelle nach dem Investitionsvolumen im Land. Die Zentralbank nennt jedoch weder die genaue Summe noch die Investoren aus diesem Land, da dies, wie sie erklärt, in den Bereich des Geschäftsgeheimnisses eingreifen würde.
Die größte aserbaidschanische Investition steht im Zusammenhang mit dem Bau und der Verwaltung des Resorts Porto Novi (Porto Novi) in der Nähe vonHerceg Novi, in das bislang rund 700 Millionen Euro investiert wurden. Hauptinvestor des Projekts ist das staatliche Ölunternehmen Aserbaidschans SOCAR.
Auf dem zweiten Platz liegen Unternehmen aus China mit Investitionen in unser Land von fast 71 Millionen Euro. Zur Erinnerung: Die Chinesen haben zuvor die Russen von dieser Position verdrängt, die auf den zweiten Platz zurückgefallen waren. Jetzt belegen die Russen mit Investitionen von 54 Millionen Euro den dritten Platz und haben die italienischen Investoren verdrängt, die diese Position bis vor Kurzem innehatten.
„Es folgen Investoren aus der Schweiz mit 48,3 Mio. Euro, Italien – 44 Mio., den USA – 24,5 Mio., den Vereinigten Arabischen Emiraten – 24,1 Mio. Euro, Deutschland – 22 Mio., Serbien – 18,7 Mio. Euro, den Niederlanden – 17,4 Mio. Euro.“ Dies teilte die Zentralbank mit und betonte, dass es sich um vorläufige Daten handelt.
Zu den „kleineren“ Investitionen im Land zählen Unternehmen aus der Türkei mit 12,7 Millionen, Großbritannien – 11 Millionen, Estland – fast 10 Millionen, Österreich – 9 Millionen, Slowenien – mehr als 8 Millionen.
Der Zufluss von Investitionen in Immobilien belief sich auf 85,5 Millionen Euro, was ebenfalls 40,9 Prozent weniger ist. In diesem Jahr wurden laut Zentralbank Immobilien vor allem von Russen gekauft – insgesamt für 18 Millionen, gefolgt von Amerikanern – 9,4 Millionen, Deutschen – 9,3 Millionen, Serben – 8,3 Millionen, Schweizern – 6,8 Millionen Euro.
Auf die Frage, welche Haltung der Investoren im kommenden Jahr angesichts der COVID-19-Pandemie und des Regierungswechsels in Montenegro zu erwarten sei, antwortete die Zentralbank, dass das Land auch im neuen Jahr ein attraktiver Standort für Investitionen bleiben werde.

