Die Legalisierung von Objekten in Montenegro steckt fest: Von 62.500 Anträgen wurden nur 6 % bearbeitet
In Montenegro wurden bislang rund 62.500 Anträge auf die Legalisierung illegal errichteter Objekte gestellt, jedoch wurden nur etwa sechs Prozent entschieden, teilte Nikola Ražnatović von der Direktion für die Legalisierung rechtswidriger Objekte mit. Zur Erinnerung: ...
In Montenegro wurden bislang etwa 62,5 Tausend Anträge auf Legalisierung illegal errichteter Objekte eingereicht, jedoch wurden nur etwa sechs Prozent entschieden, teilte Nikola Rajnatović von der Direktion für die Legalisierung rechtswidriger Objekte mit.
Zur Erinnerung: Seit dem 1. August 2025 gilt in Montenegro ist in Kraft getreten ein neues Gesetz zur Legalisierung eigenmächtig errichteter Objekte. Das Dokument wurde in der achten Sitzung der 28. Legislaturperiode der Skupština am 31. Juli 2025 verabschiedet und am 1. August vom Präsidenten unterzeichnet. Sein Inkrafttreten war ein wichtiges Ereignis für den Immobilienmarkt, denn nun werden die Regeln für Eigentum und Immobilientransaktionen streng an das Vorhandensein von Genehmigungsunterlagen geknüpft.
Was regelt das neue Gesetz?
Das Gesetz legt das Verfahren zur Legalisierung eigenmächtig errichteter Bauten fest, beschreibt die rechtlichen Folgen der Genehmigungserteilung und bestimmt, welche Objekte genau legalisiert werden können.
Derzeit haben die Notare Transaktionen ausgesetzt mit Objekten, deren Status “nema dozvole” (keine Genehmigung) ist. Dies hängt mit dem Inkrafttreten des neuen Legalisierungsgesetzes zusammen. Nun ist der Verkauf oder die Vermietung von Immobilien ohne bestätigte Legalisierungsunterlagen nicht mehr möglich.
Rajnatović betonte, dass es schwierig sei, die genaue Zahl der illegalen Objekte im Land zu nennen. Seit 2018 bis Juli 2025 wurden 62.495 Anträge eingereicht, von denen nur 3.589 entschieden wurden — das entspricht etwa 6% der Gesamtzahl.
Er erinnerte daran, dass der Öffentlichkeit bereits Satellitenaufnahmen der Objekte präsentiert wurden und im nächsten Jahr eine Kontrollaufnahme geplant ist. Die im Juli erfasste Basisaufnahme wird unverändert bleiben. Alle nach Juli 2025 ohne Genehmigung errichteten Objekte
können nicht im Kataster eingetragen werden
, und anschließend wird über ihren Abriss entschieden. Wenn ein Objekt jedoch im Juli 2025 als Bauwerk mit Überbau identifiziert wurde, kann es auf Legalisierung hoffen.
Der Experte merkte an, dass die Behörde keine genauen Daten über die Zahl der auf Staatsland innerhalb von Podgorica errichteten Objekte hat, da die Verarbeitung des Orthofotos noch andauert und etwa sechs Monate dauern wird.
Rajnatović erläuterte das Verfahren im Detail: Der erste Schritt ist die Eintragung des Objekts ins Kataster. Ist es nicht registriert, muss ein geodätischer Bericht über den tatsächlichen Zustand des Bauwerks erstellt und anschließend — mit einer notariell beglaubigten Erklärung — bei der zuständigen Katasterbehörde eingereicht werden. Nach Erhalt der Entscheidung über die Eintragung des Objekts ins Kataster sammelt der Eigentümer die Unterlagen und stellt bei der örtlichen Selbstverwaltung einen Antrag auf Legalisierung.
Die Kosten für die Erstellung des geodätischen Berichts belaufen sich seinen Worten zufolge allein für die Anfangsphase auf über 300 Euro.
Für die Einreichung bei der Gemeinde muss ein Antrag auf Legalisierung ausgefüllt, ein beglaubigter Katasterbericht (Original oder Kopie), Fotos aller Fassaden und ein Auszug aus dem Immobilienregister beigefügt werden. Die Gemeinde ist verpflichtet, den Antragsteller innerhalb von 15 Tagen über die Vollständigkeit der Unterlagen zu informieren. Ist das Dossier unvollständig, hat der Antragsteller 90 Tage Zeit, die fehlenden Angaben nachzureichen.
Rajnatović betonte, dass Zonen der kostenlosen Legalisierung in ländlichen Gebieten gelten — in jeder Gemeinde wurden Pläne zur städtebaulichen Sanierung verabschiedet, es müssen lediglich die Unterlagen gesammelt und eingereicht werden.
Zu den Fristen für die Legalisierung von Immobilien in Montenegro
Seiner Expertenmeinung nach hängt der so niedrige Anteil entschiedener Anträge mit der Einstellung der Arbeiten am Generalregulierungsplan zusammen: Im Jahr 2021 verzichtete das damalige Ministerium auf dessen Ausarbeitung, was zu Verzögerungen im Prozess führte.
Er fügte hinzu, dass das Gesetz keine Fristen für das Legalisierungsverfahren selbst festlegt, sondern lediglich eine sechsmonatige Frist für die Antragstellung durch jene Eigentümer vorsieht, deren Objekte noch nicht ins Kataster eingetragen sind. Diese Frist läuft am 14. Februar ab, jedoch erklärte der Minister auf einer Sondersitzung der Skupština, dass sie um weitere sechs Monate verlängert werde.
Rajnatović betonte, dass das Gesetz „maximal vereinfacht“ sei und die Legalisierung jedes Objekts ermögliche, das die öffentliche Infrastruktur nicht gefährdet.
Wenn Sie in Montenegro eine Immobilie besitzen, die unter das neue Legalisierungsgesetz fällt, können unsere Spezialisten bei der Klärung des Verfahrens helfen. Wir wissen, welche Unterlagen benötigt werden, wo und innerhalb welcher Fristen sie einzureichen sind und worauf zu achten ist, damit das Objekt offiziell den Status eines legalen Objekts erhält. Dieser Ansatz erspart unnötige Bürokratie und ermöglicht es, die Immobilie künftig problemlos zu verkaufen, zu vermieten oder zu nutzen.