Es ist geplant, dass die neue Umgehungsstraße um Budva zu einer der modernsten Verkehrsadern des Landes wird, und ihre Kosten werden fast 200 Millionen Euro betragen. Die neue Trasse wird die sommerlichen Staus deutlich verringern und eine sichere und schnelle Verbindung der Küstenstädte gewährleisten. Das Projekt umfasst vier Brücken, zwei Tunnel und mehrere Verkehrsknotenpunkte, und die Fertigstellung der Bauarbeiten ist für das Jahr 2029 geplant.
Laut dem Direktor des Unternehmens Monteput Milan Ljaljanic wird die rund acht Kilometer lange Strecke durch ein schwieriges Gelände führen, weshalb mehr als 70 % der Route aus Tunneln und Brücken bestehen werden. Die Umgehungsstraße wird die Ortschaften Markovići und Lastva Grbaljska verbinden und den am stärksten belasteten Abschnitt der Magistrale an der Adriaküste entlasten.
Das Projekt wird nach dem Modell design & build — „Planung und Bau“ — mit einer Gesamtbauzeit von 48 Monaten ab dem Zeitpunkt der Beauftragung umgesetzt. Auftraggeber ist das staatliche Unternehmen Monteput, und die Ausschreibung zur Auswahl des Auftragnehmers wurde im Oktober 2025 bekannt gegeben.
Die neue Straße wird nicht nur die Fahrzeit verkürzen und die Staus in der Hochsaison des Tourismus verringern, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des künftigen adriatisch-ionischen Korridors sein, der die Küste Montenegros mit Kroatien und Albanien verbindet.
Die neue Umgehungsstraße als infrastruktureller Wandel des Landes
Die Umgehungsstraße von Budva ist nur der Anfang umfassender Veränderungen. Laut dem neuen Raumplan Montenegros sollen bis 2040 im Land mehr als 620 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen gebaut werden.
Das Dokument sieht die Entwicklung eines Netzes wichtiger Verkehrsachsen vor, einschließlich der Verlängerung der Straße Podgorica–Bar bis Ulcinj, der Schaffung einer neuen „Nordtrasse“ von Pljevlja bis zur Grenze zu Bosnien und Herzegowina sowie der Verbindung von Andrijevica mit dem Kosovo.
