Im zweiten Quartal dieses Jahres, das von der Coronavirus-Krise und der Isolation geprägt war, zahlte die Regierung Montenegros Schulden in Höhe von 70,2 Millionen Euro zurück, wie aus den neuesten offiziellen Daten des Finanzministeriums hervorgeht.
5,55 Millionen Euro entfallen auf die Rückzahlung von Schulden gegenüber Inländern, während die Rückzahlung von Schulden gegenüber Ausländern 35,10 Millionen Euro betrug.
Durch Haushaltsfinanzierung, den Kauf von Militärausrüstung und die Finanzierung von Kapitalinvestitionen musste sich der Staat im selben Zeitraum 369,3 Millionen Euro leihen.
Die Auslandsverschuldung belief sich auf 3,1 Milliarden Euro, also 67,40 % des BIP, und die Inlandsverschuldung auf 559,38 Millionen Euro bzw. 12,14 % des BIP. Die Einlagen beliefen sich Ende des zweiten Quartals 2020 auf 379,62 Millionen Euro, darunter 38.477 Unzen Gold im Wert von 60,49 Millionen Euro bzw. 8,24 % des BIP.
Im zweiten Quartal 2020 wurden 349,9 Millionen Euro für die Umsetzung von Infrastruktur- und Entwicklungsprojekten sowie für die Haushaltsfinanzierung abgezogen.
Im zweiten Quartal 2020 wurden fünf Kreditvereinbarungen mit ausländischen Gläubigern über insgesamt 369,3 Millionen Euro abgeschlossen.
Von den Schulden in Höhe von 3,66 Milliarden Euro schuldet Montenegro am meisten den Eurobonds – 1,22 Milliarden Euro – sowie der chinesischen Exim Bank mit 677,88 Millionen Euro.
Zu den wichtigsten Gläubigern zählen die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung mit 182,77 Millionen Euro, die Europäische Investitionsbank mit 103,95 Millionen Euro und der Pariser Club der Gläubiger mit 74,55 Millionen Euro.
Darüber hinaus schuldet Montenegro der deutschen Entwicklungsbank KfW 36,86 Millionen Euro und der Credit Suisse Bank 42,11 Millionen Euro.
Im März dieses Jahres schuldete Montenegro der Europäischen Kommission 300.000 Euro, doch im Juni wurde der gesamte Betrag zurückgezahlt.

