Rekordverdächtig niedrige Zahl an Baugenehmigungen in Montenegro im Jahr 2025: Was den Sektor bremst und warum die Preise weiter steigen
In Montenegro wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 nur 174 Baugenehmigungen und Bauanzeigen für Wohngebäude erteilt – das ist der niedrigste Wert der letzten 20 Jahre. Experten sind überzeugt: Der Grund liegt nicht in einer sinkenden Nachfrage, sondern in Gesetzesänderungen, die in Kraft getreten sind...
In Montenegro wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 insgesamt174 Baugenehmigungen und Bauanzeigen für Wohnraum erteilt– das istder niedrigste Wert der letzten 20 Jahre. Experten sind überzeugt: Der Grund liegt nicht in einem Nachfragerückgang, sondern in den im März dieses Jahres in Kraft getretenen Gesetzesänderungen.
Warum werden weniger Genehmigungen erteilt?
Laut demBauausschuss bei der Handels- und Industriekammer
ist
der Hauptgrund
für den Rückgang der Aktivität die Einführung der verpflichtenden Einholung von
Baugenehmigungen
anstelle des bisherigen vereinfachten Verfahrens der Mitteilung über den Baubeginn, das seit 2017 galt.
Seit März 2025 wurde ein Teil der Zuständigkeiten für die Erteilung von Genehmigungen an die Gemeinden übertragen, doch die lokalen Verwaltungen haben eine Übergangsfrist zur Bildung entsprechender Abteilungen erhalten. Genau diese vorübergehende „Umstrukturierung des Systems“ führte zu dem starken Rückgang der ausgestellten Dokumente.
Vergleich mit den Vorjahren
Im 1. Quartal 2025 wurden 30 Genehmigungen genehmigt (117 Wohnungen).Im 2. Quartal – nur 10 (57 Wohnungen).Zum Vergleich: Während der Pandemie waren im 1. Quartal 2021 86 Wohnungen genehmigt worden, und in den ersten sechs Monaten insgesamt 324 – doppelt so viele wie jetzt.
Der Rekordwert wurde 2017 verzeichnet – 1.649 Wohnungen in den ersten sechs Monaten, fast zehnmal mehr als 2025.
Was passiert mit den Preisen?Trotz des Rückgangs im Bauwesen
fast 230 Mio. Euro. Zusätzlich stieg auch das Volumen der Hypothekenkredite – 126,5 Mio. Euro gegenüber 100,6 Mio. Euro im Vorjahr.
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Prognosen und Erwartungen
Marktexperten weisen darauf hin, dass derzeit in Podgorica und anderen Städten Häuser fertiggestellt werden, für die in den vergangenen Jahren Genehmigungen erteilt wurden; daher wird sich die Verlangsamung des Bauens erst in 1–2 Jahren deutlicher bemerkbar machen.
Der Bauausschuss betont: Für eine objektive Bewertung der Lage müssen die Ergebnisse der nächsten Quartale abgewartet werden. Dennoch ist bereits jetzt zu sehen, dass die geplanten Bauvolumina zurückgehen: 2023 – 148 Tsd. m², 2024 – 103 Tsd. m². Das ist ein Signal für eine Verlangsamung der Aktivität, aber nicht für einen vollständigen Rückzug der Investoren.
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FazitMontenegro verzeichnete einen
rekordhaften Rückgang der Zahl neuer Wohnbauprojekte
, doch der Immobilienmarkt bleibt aufgrund des hohen Interesses aus dem Ausland „überhitzt“. Gesetzesänderungen und die Übertragung der Zuständigkeiten auf die lokale Ebene haben das Bautempo vorübergehend verringert, doch die Nachfrage treibt die Preise weiter nach oben.