In Montenegro sind heute 31.814 Unternehmen, im Besitz ausländischer Staatsbürger, und ihr Gesamteinkommen belief sich 2024 auf fast 199 Millionen Euro, teilte die Steuerbehörde mit. Nach Ansicht des Wirtschaftsexperten Vasilije Kostić ist der Anstieg der Zahl solcher Unternehmen eine natürliche Folge der wachsenden Zahl von Ausländern, die in Montenegro leben, und diesen Trend bewertet er als positiv für die nationale Wirtschaft.
„Wahrscheinlich sind diese Bürger in ihren eigenen Unternehmen beschäftigt und erzeugen dadurch keinen Druck auf die allgemeinen makroökonomischen Kennzahlen und auf die Budgetausgaben Montenegros. In jedem Fall wächst mit der Zahl der Unternehmen potenziell auch das Bruttoinlandsprodukt. Außerdem gewinnen Regionen, die zu Zentren wirtschaftlicher Aktivität werden, in den Augen der Investoren an zusätzlicher Attraktivität. Der makroökonomische Effekt solcher Prozesse ist sehr bedeutend. Selbstverständlich wird vorausgesetzt, dass das Geschäft auf legale Weise geführt wird“, sagte Kostić in einem Interview mit dem Fernsehsender RTV Podgorica.
Der Experte betonte, dass der Staat Anreiz- oder restriktive Maßnahmen einsetzen müsse, um die Entwicklung ausländischer Unternehmen in jene Branchen zu lenken, die für das langfristige Wachstum der montenegrinischen Wirtschaft am wichtigsten sind.
„In jedem Fall — sowohl aus kultureller als auch aus sozialer Sicht — ist es sehr wichtig, dass sich unser Umfeld durch die Präsenz von Ausländern bereichert. Betrachtet man es aus geschäftlicher Sicht, bringt jede neue Gruppe von Menschen, die aus anderen Ländern kommt, neue kulturelle, soziologische und unternehmerische Gewohnheiten mit sich, von denen auch die lokale Bevölkerung profitiert“, bemerkte Kostić.
Die größte Zahl ausländischer Unternehmen wurde von türkischen Staatsbürgern registriert
Laut offizieller Statistik wurde die größte Zahl ausländischer Unternehmen von Bürgern
