Der Norden Montenegros: Durmitor, die Đurđevića-Tara-Brücke, die Tara-Schlucht und Bergseen | 2026
Jetzt wechseln wir die Kulisse grundlegend und fahren in den Norden Montenegros. Hinter uns bleiben die salzige Brise der Adria, die Strände der Budva-Riviera und die alten Städte der Bucht von Kotor, die lebhaften Marinas und die gemütlichen Buchten. Wir waren bereits im zentralen Teil des Landes...
Es ist Zeit, ins Landesinnere Montenegros aufzubrechen, dorthin, wo die Natur ihren wahren Charakter zeigt. Hier erheben sich die rauen Gipfel des Nationalparks Durmitor, erstreckt sich einer der tiefsten Canyons Europas — der Tara-Canyon, und in den grünen Tälern verbergen sich klare Gletscherseen.
Der Norden Montenegros ist eine andere Welt, eine Welt voller Abenteuer und unberührter Natur. Hier kann man einen Jahrespass für den Besuch aller 5 Nationalparks des Landes für 13,5 Euro erwerben, was sehr günstig ist, wenn Sie planen, mehrere davon zu besuchen.
Mehr über die Nationalparks Montenegros haben wir bereits in diesem Artikel
Was man im Norden sehen sollte: Top-3-Locations
Im Großen und Ganzen konzentriert sich der gesamte Tourismus im Norden auf drei Hauptziele, von denen jedes einzigartig ist.
Was man tun kann:
Auf dem 3,5 Kilometer langen Weg um den Schwarzen See spazieren gehen;
Über die atemberaubende Panoramastraße über den Sedlo-Pass fahren (in der Saison ist die Durchfahrt kostenpflichtig, 5 Euro pro Person oder kostenlos mit dem Pass für den Besuch der Nationalparks Montenegros) in Richtung der Stadt Plužine;
Sich von der fantastischen azurblauen Farbe des Wassers des Piva-Sees begeistern lassen;
Die berühmte Đurđević-Brücke über die Tara sehen und, wenn gewünscht, sich auf der Zipline ausprobieren;
Im Winter im Skigebiet Savin Kuk (1630–2313 m) mit Pisten für Anfänger und erfahrene Skifahrer fahren.
Kolašin und Biogradska Gora
Der Nationalpark Biogradska Gora ist berühmt für einen der letzten Urwälder Europas und den wunderschönen Biogradsko-See. Im Sommer kann man in Kolašin mit der Seilbahn in die Berge fahren und über alpine Wiesen zwischen grasenden Schafen spazieren. Für einen komfortablen Aufenthalt gibt es hier Hotels der gehobenen Klasse, zum Beispiel Swissôtel. Und unterwegs kann man im Restaurant Amanet lecker und günstig zu Mittag essen.
Prokletije
Dieser Nationalpark an der Grenze zu Albanien ist ein Ort für echte Liebhaber wilder Natur und anspruchsvollen Hikings. Die Landschaften hier sind rau und atemberaubend. Es gibt keine luxuriösen Hotels, aber man kann in einem der authentischen Berghäuser übernachten — Katuns, wo die Gastgeber hausgemachten Käse, Rakija und Brot aus dem Ofen anbieten.
Sedlo-Pass, Durmitor, Montenegro
Aktivurlaub in Montenegro: Rafting, Zipline, Hiking — Preise
Der Norden ist ein Paradies für Liebhaber des Aktivurlaubs.
Rafting auf der Tara: Eine Fahrt auf der „Träne Europas“ ist eines der größten Abenteuer. Die Preise im Jahr 2026 liegen bei etwa 60-65 Euro für eine Tagestour.
Zipline: In der Nähe der Đurđević-Brücke kann man über den Canyon fliegen. Der Preis liegt bei 50 bis 70 Euro.
Canyoning in Nevidio: Ein extremes Abenteuer für vorbereitete Touristen, nur mit Guide möglich. Der Preis liegt bei 120 bis 180 Euro.
Hiking: Im Durmitor gibt es Dutzende markierte Wege unterschiedlicher Schwierigkeit, vom leichten Spaziergang um den Schwarzen See bis zum anspruchsvollen Aufstieg auf den Bobotov Kuk (2523 m) — den höchsten Punkt Montenegros.
Rafting auf dem Fluss Tara. Quelle.
Um ganz in die Atmosphäre des Nordens einzutauchen, kann man für eine Nacht ein authentisches dreieckiges Häuschen-„Koliba“ buchen. Diese Dachform ist für diese Gegend traditionell — sie verhindert, dass sich im Winter Schnee ansammelt. Unten befinden sich normalerweise Wohnzimmer und Küche, oben das Schlafzimmer.
Gastronomie des Nordens: Kačamak und Lamm unter der Sač-Glocke — was man probieren sollte
Die Küche des Nordens unterscheidet sich stark von der Küste. Hier dominieren Fleisch, Käse und herzhafte Gerichte. Die Hauptspezialität ist „Lamm unter der Sač-Glocke“ (jagnjetina ispod sača). Das Fleisch schmort mehrere Stunden unter einer großen Metallglocke („Sač“), die mit Kohlen bedeckt ist, und wird unglaublich zart.
Was man im Norden Montenegros unbedingt probieren sollte — gastronomische Must-tries:
Lamm unter der Sač-Glocke (jagnjetina ispod sača). Schmort mehrere Stunden unter einer eisernen Glocke mit Kohlen und wird unglaublich zart.
Gebackener Käse (Pohovani sir, pohovani kačkavalj). Gebratene lokale Käsesorten, die zum Frühstück oder als Snack serviert werden. Man kann aber auch die normalen, ungebratenen bestellen.
Kajmak. Ein zartes Milchprodukt, das an eine Mischung aus Käse und Butter erinnert.
Kačamak. Ein Brei aus Maismehl mit Butter, Käse und manchmal Ei, Kartoffeln oder Weizenmehl für mehr Sättigung.
Hausgemachte Pies und Brot. Herzhaftes Gebäck mit Käse und Maismehl.
Diese Gerichte kann man in vielen Restaurants im Norden probieren. Einheimische und Touristen loben besonders Zlatni Bor, Restaurant Or’O und das Restaurant im Ethno-Dorf Katun Eco Village & Camp.
Was sollte man in Montenegro noch sehen?
Unsere Route durch Montenegro wird immer vielfältiger: Wir haben bereits die Bucht von Kotor mit ihren alten Städten, die Budva-Riviera mit ihren exklusiven Resorts und Marinas erkundet, sind in den zentralen Teil des Landes zu den historischen Hauptstädten und dem heiligen Berg Lovćen hinaufgestiegen. Jetzt hat sich vor uns der Norden Montenegros eröffnet — eine Welt aus Bergen, Canyons und Seen, die ideal für alle ist, die Aktivurlaub, Naturverbundenheit und echte Stille suchen. Schauen Sie sich unbedingt auch die anderen Teile unseres Reiseführers an, um sich eine vollständige Route durch das Land zusammenzustellen und keine Perle dieser erstaunlichen Adriatischen Republik zu verpassen.
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