Der Süden Montenegros: Bar, Ulcinj und Ada Bojana — Reiseführer 2026
Unsere große Reise durch Montenegro neigt sich dem Ende zu. In diesem Guide haben wir bereits die Größe der Bucht von Kotor entdeckt, die lebhaften Strände und Festungen der Budva-Riviera besucht, die Atmosphäre der alten Hauptstadt Cetinje und die raue Schönheit des Nordens...
Unsere große Reise durch Montenegro neigt sich dem Ende zu. In diesem Guide haben wir bereits die Größe des Bucht von Kotor entdeckt, die belebten Strände und die Festungen der Budva-Riviera kennengelernt, die Atmosphäre der alten Hauptstadt Cetinje und die rauen Schönheiten des Nordens mit ihren Schluchten und Gletscherseen erlebt. Und nun ist es Zeit für das letzte Kapitel — das Eintauchen in den Süden des Landes. Hier herrschen Seen und Flüsse, alte Festungen und orientalisches Flair, kilometerlange Sandstrände und eine gemächliche Atmosphäre.
Skutarisee: Ausflüge, Pelikane und Weinverkostung
Skutarisee — der größte auf dem Balkan und zugleich einer der malerischsten Nationalparks Montenegros. Seine Fläche verändert sich je nach Jahreszeit: von 370 bis 530 km², was ihn wie ein ganzes Binnenmeer erscheinen lässt.
Das ist ein völlig anderes Montenegro. Eine endlose Wasserfläche, bedeckt von Teppichen aus Seerosen, in denen Hunderte von Vogelarten nisten, darunter seltene Krauskopfpelikane. Der wichtigste Ausgangspunkt für die Erkundung des Sees ist der Ort Virpazar. Von hier aus fährt man am besten zu einer Bootsfahrt (etwa 25-30 Euro für eine einstündige Miete). Vergessen Sie nicht das Ticket für den Nationalpark (5 Euro pro Person oder per Pass).
Für Fotografen ist der Aussichtspunkt Pavlova Strana (Pavlova Strana Rijeka Crnojeviča Viewpoint) ein Muss, von dem sich der berühmte Blick auf die Schleife des Flusses Crnojevića eröffnet. Am besten kommt man hier gegen Abend, wenn das weiche Licht das Grün und das Türkis des Wassers betont.
Skutarisee, Fluss Crnojevića. Blick vom Pavlova Strana Rijeka Crnojeviča Viewpoint. Foto: Boudewijn Boer
Die Region rund um den See ist auch das Herz des montenegrinischen Weinbaus. Ein Besuch eines Familienweinguts wie Cermeniza, Lipovac oder Vukmirović ist eine wunderbare Gelegenheit, lokale Weine wie Vranac und Kruna, hausgemachte Liköre und Käse zu probieren. Die Preise für Verkostungen beginnen bei 15-20 Euro.
Tipp: in Virpazar kann man in Familienpensionen oder kleinen Hotels übernachten und den Abend bei einem Glas Wein auf der Terrasse mit Blick auf den See verbringen.
Die Bar-Riviera: Stari Bar, Strände und Uferpromenade
Nur wenige Kilometer von der modernen Stadt Bar entfernt, am Fuße des Rumija-Gebirges, liegt Stari Bar — eine der größten Festungen auf dem Balkan. Seine Geschichte ist ein Kaleidoskop der Kulturen: Byzantiner, Venezianer, Osmanen.
Stari Bar ist eine riesige Festungsstadt. Ein Spaziergang durch ihre Gassen ist eine Reise durch die Jahrhunderte. Hier kann man die Ruinen von Kirchen, ein türkisches Bad, eine Moschee, einen Uhrturm und ein hervorragend erhaltenes Aquädukt aus dem 16. Jahrhundert sehen.
Am Fuße der Festung wächst die Alte Olive , die über 2200 Jahre alt ist. In Stari Bar spürt man die Nähe zu Albanien und eine authentische muslimische Atmosphäre. In den farbenfrohen Gassen werden Ihnen frische Früchte oder frisch gepresster Granatapfelsaft angeboten.
Die südlichste Stadt Montenegros, Ulcinj , und die angrenzende Insel Ada Bojana bieten ganz andere Eindrücke. Dieser Ort ist berühmt für Velika Plaža (Velika Plaža) — einen 13 Kilometer langen Streifen aus feinem dunklem Sand, der ein Mekka für Kitesurfer ist.
Die Atmosphäre ist hier entspannter, mit vielen Strandbars und Schulen für Wassersport. Diese Region ist auch für ihre hervorragenden Fischrestaurants bekannt. Probieren Sie unbedingt den frischen Fang in Lokalen wieKonoba Kod Rankaoder Misko.
Tipp: wenn Sie eine Atmosphäre völliger Freiheit suchen, gibt es auf Ada Bojana auch einen separaten FKK-Bereich — einen der größten in Europa.
Ada Bojana, Montenegro. Foto: Bokanews.me
Was gibt es sonst noch in Montenegro zu sehen?
Damit neigt sich unsere große Reise durch Montenegro dem Ende zu. Gemeinsam haben wir die Bucht von Kotor und ihre Inseln, die belebten Ferienorte der Budva-Riviera und die modernen Marinas, die stimmungsvollen Städte des Landeszentrums, die rauen Schönheiten des Nordens mit ihren Schluchten und Gletscherseen und nun den Süden mit seinen Seen, Festungen und endlosen Stränden erkundet.
Doch selbst dieser Reiseführer-Zyklus deckt nicht alle Facetten Montenegros ab: Das Land überrascht auf Schritt und Tritt. Wenn Sie die vorherigen Artikel verpasst haben — schauen Sie unbedingt hinein, um das vollständige Mosaik der Eindrücke zusammenzusetzen und nichts zu verpassen: