Bei der gestrigen Pressekonferenz stellte Gesundheitsministerin Jelena Borovinić Bojović neue Quarantänemaßnahmen vor. Die neuen Maßnahmen betreffen den Betrieb von Cafés, Restaurants und Geschäften sowie die Ausgangssperre.
Ab dem 1. April ist der reguläre Betrieb von Cafés und Restaurants in Budva, Tivat und Herceg Novi erlaubt. Lokale mit Terrassen, die nicht verglast sind, dürfen außerdem in Podgorica, Bar, Kolašin, Mojkovac, Bijelo Polje, Andrijevica, Pljevlja, Berane, Ulcinj und Cetinje öffnen. Darüber hinaus sehen die neuen Maßnahmen vor, dass das Ausgangsverbot von 22:00 Uhr statt von 21:00 Uhr bis 5:00 Uhr gilt. Geschäfte, Salons und andere Einrichtungen werden zudem bis 21:00 Uhr statt bis 20:00 Uhr geöffnet sein.Die übrigen Maßnahmengelten unverändert.
Die neuen Maßnahmen gelten vom 1. bis 9. April.
Einreisebestimmungen für Montenegro
Die Einreise nach Montenegro ist mit einem nicht älter als 48 Stunden alten PCR-Test, einem positiven IgG-Antikörpertest, der nicht älter als 30 Tage ist, oder einem Nachweis über die zweite Impfdosis, die mindestens sieben Tage vor der Einreise nach Montenegro verabreicht wurde, erlaubt. Diese Regeln gelten nicht für Einreisende aus Serbien, dem Kosovo, Kroatien, Bosnien und Herzegowina sowie Albanien.
In den letzten 24 Stunden wurden 386 neue Coronavirus-Infektionen registriert. 552 Patienten sind genesen. 8 Personen sind gestorben, die jüngste war 56 und die älteste 87 Jahre alt. Die Gesamtzahl der derzeit aktiven COVID-19-Fälle in Montenegro beträgt 6.446, was 1.023 Fällen pro 100.000 Einwohner entspricht.
Impfung in Montenegro
Derzeit sind in Montenegro 19.636 Personen mit einer Dosis des Impfstoffs und 3.410 mit zwei Dosen geimpft. Das entspricht mehr als 3 % der Gesamtbevölkerung des Landes.
Der Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Sport, Martin Čalasan, teilte mit, dass sich bislang mehr als 3.500 Beschäftigte im Bildungswesen für eine Impfung angemeldet haben. Außerdem wurde heute der montenegrinische Vizepremier Dritan Abazovićmit dem AstraZeneca-Impfstoff geimpft, um dessen Wirksamkeit am eigenen Beispiel zu zeigen. Zur Erinnerung: Das britisch-schwedische Unternehmen AstraZeneca, das gemeinsam mit der Universität Oxford einen Coronavirus-Impfstoff entwickelt hat, hat den Namen des Präparats in Vaxzevria geändert
Auf die Frage nach der Sicherheit des Impfstoffs Vaxzevria (AstraZeneca) wiederholte Ministerin Borovinić Bojović, dass die Risiken im Vergleich zu den Vorteilen der Immunisierung vernachlässigbar seien.
Weitere 200.000 Dosen des chinesischen Impfstoffs Sinopharm sollen bis zum 20. April in Montenegro eintreffen, wenn die Massenimpfung der Bevölkerung beginnt. Außerdem wird die Lieferung von Vaxzevria (AstraZeneca), Pfizer sowie der restlichen von 50.000 zugesagten Dosen Sputnik V erwartet.

