Der Rat des Tourismus- und Gastgewerbeverbands der Handelskammerforderte, bis zur nächsten Sommersaison durch eine angepasste Gesetzesgrundlage Bedingungen zu schaffen und die lokale Bevölkerung zur Arbeit im Tourismussektor zu motivieren sowie die Verfahren für die saisonale Beschäftigung von Ausländern zu vereinfachen.
Wie auf der Sitzung des Kollegiums betont wurde, ist die Entwicklung desTourismusohne qualifiziertes Personal nicht möglich, und das derzeitige Angebot auf dem Arbeitsmarkt ist unzureichend.
Der Vorsitzende des AusschussesRanko Jovovićerinnert daran, dass die Handelskammer gemeinsam mit den Behörden die Einführung der Kategorie „ständiger Saisonarbeiter“ angestoßen hat, um die arbeitslose einheimische Bevölkerung zur Umschulung zu motivieren und ihnen im Einklang mit den positiven Erfahrungen der EU-Länder eine dauerhafte saisonale Beschäftigung und ein Einkommen über das ganze Jahr zu ermöglichen.
Der Minister für wirtschaftliche Entwicklung und TourismusGoran Đurovićbewertete den Beitrag des Tourismus zur Wirtschaft Montenegros als äußerst bedeutend und stellte die neuesten Daten zu den touristischen Besuchen vor.
Đurović merkte an, dass auch Europa mit einem Personalmangel konfrontiert sei und dass eine der Lösungen darin bestehe, Arbeitskräfte in Indien, Pakistan, auf den Philippinen und in anderen entfernten Ländern zu suchen. Er stimmt zu, dass eine mögliche Lösung die Schaffung einer ständigen Institution für Saisonarbeiter unter der Zuständigkeit des Ministeriums für Arbeit und Sozialfürsorge sei.
Der Vertreter des InnenministeriumsDragan Dašićteilte mit, dass bislang mehr als 10.000 Arbeitserlaubnisse für alle Tätigkeitsbereiche ausgestellt wurden und nur zwei Prozent auf saisonale Beschäftigung entfallen.
Wenn sich dieser Trend fortsetzt, so fügt er hinzu, wird bis zum Jahresende mit der Ausstellung von rund 40.000 Arbeitserlaubnissen gerechnet, also mehr als 10.000 mehr als im Vorjahr.
Seiner Ansicht nach könnte zur Ordnung des Verfahrens zur Erteilung von Arbeitserlaubnissen die strikte Einhaltung der 15-Tage-Frist, eine Erhöhung der Zahl der Bearbeiter sowie eine schnellere Einreichung von Anträgen/Erlaubnissen beitragen.

