Bürgern Montenegros wird erstmals die Möglichkeit geboten, direkt in den Staat zu investieren, indem sieAnleihen mit einer Rendite von über 3 % kaufen. Dieses Instrument soll der Bevölkerung nicht nur eine attraktive Anlagemöglichkeit bieten, sondern auch den lokalen Kapitalmarkt beleben.
Ein neuer Ansatz für staatliche Kreditaufnahmen
Das Finanzministerium hat angekündigt, die erste Emission staatlicher Anleihen zu platzieren, die für Privatpersonen zugänglich sind. Es geht um einen Betrag von nicht mehr als 100 Millionen Euro. Wie der Leiter des Investmentbanking-Dienstes der Erste Bank, Alexander Šćekić, erklärte, ist für den Erfolg des Projekts eine umfassende Informationskampagne wichtig, die den Bürgern die Vorteile und die Rendite einer solchen Anlage erläutert.
Warum das sowohl für die Bürger als auch für den Staat vorteilhaft ist
Laut Šćekić wird die Emission von Anleihen es dem Staat ermöglichen, Mittel zu günstigeren Bedingungen aufzunehmen als bei einer traditionellen Kreditaufnahme. Für die Bürger wiederum wird dies eine Möglichkeit sein, Ersparnisse zu Zinssätzen anzulegen, die die Rendite von Bankeinlagen übersteigen.
„Die Bürger können überschüssige Mittel in staatliche Anleihen lenken und eine Rendite erzielen, die über den üblichen Einlagenzinsen liegt. Das ist vorteilhaft und sicher“, betonte der Experte.
Šćekić betonte, dass es besonders wichtig sei, den Kaufprozess so einfach wie möglich zu gestalten: Die Kosten für die Abwicklung werde das Finanzministerium übernehmen, und der Zugang zu den Anleihen werde über die Banken organisiert.
Erfahrung aus der Region: das Beispiel Kroatien
Die Idee der „Volksanleihen“ funktioniert in den Nachbarländern schon seit Langem. In Kroatien wird dieses Instrument seit mehreren Jahren erfolgreich eingesetzt: Die Rendite liegt dort ebenfalls über 3 %. Im Jahr 2023 nahm Kroatien über Anleihen für Bürger rund
