Die Strecke Podgorica – Herceg Novi: Eine neue Autobahn in Montenegro

Die Entwicklung der Straßeninfrastruktur ist einer der wichtigsten Treiber für steigende Immobilienpreise. Wenn ein großes Infrastrukturprojekt das wirtschaftliche Zentrum des Landes mit seiner wichtigsten Tourismusregion verbindet, eröffnet dies zwangsläufig neue Horizonte für Bauträger und Investoren.

Anfang Juni 2026 unterzeichnete das staatliche Unternehmen Monteput und der weltweit bekannte französische Baukonzern Bouygues Travaux Publics ein Memorandum of Understanding. Gegenstand der Vereinbarung ist die Planung und der Bau des Abschnitts der Adriatisch-Ionischen Autobahn Čево — Krivошije (verläuft über die Bucht von Kotor von Herceg Novi in Richtung Podgorica).

Auf den ersten Blick geht es um einen kleinen Abschnitt von etwa 16 Kilometern Länge (in einigen Projektpaketen ist von bis zu 24 km die Rede). Für die Transportlogistik und den Immobilienmarkt Montenegros hat dieses Projekt jedoch strategische, revolutionäre Bedeutung.

Podgorica — Herceg Novi in 100 km statt 145: Die Bucht von Kotor rückt näher

Heute ist der Weg von der Hauptstadt Podgorica zur Küste der Bucht von Kotor (insbesondere nach Herceg Novi) eine lange und logistisch schwierige Route. Autofahrer müssen wählen: entweder über die im Sommer stark belastete Küste (über Budva und Kotor) oder über Nikšić und Grahovo fahren. Die Länge der aktuellen Route beträgt etwa 145 Kilometer.

Die neue Trasse, die über Cetinje, Čево und Krivошije nach Risan führt, wird die Entfernung zwischen Podgorica und Herceg Novi auf rekordverdächtige 100 Kilometer verkürzen.

Was bedeutet das für den Immobilienmarkt und den Tourismus?

  1. Entlastung der Küste: Touristen und Expats werden die Bucht von Kotor umgehen können und so den ewigen Sommerstaus in Budva und Tivat ausweichen.
  2. Ganzjährige Erreichbarkeit: ein schneller Zugang zum internationalen Flughafen Podgorica wird Immobilien in Herceg Novi, Risan und Perast noch attraktiver für dauerhaftes Wohnen und Premiumtourismus machen.
  3. Entwicklung der Vororte: der Abschnitt wird den zentralen Teil des Landes über die Bergregion mit der Küste verbinden, was der Entwicklung des Ökotourismus und dem Bau von Landvillen im Landesinneren einen starken Impuls geben wird.

Anspruchsvolle Ingenieurkunst und französische Qualität von Bouygues

Der Abschnitt Čево — Krivошije ist eine ernsthafte Herausforderung für Ingenieure. Auf den gesamten 16 Kilometern der Trasse sollen 8 Brücken und Viadukte mit einer Gesamtlänge von etwa 2,9 km errichtet werden. Genau deshalb erscheint die Beteiligung des französischen Unternehmens Bouygues logisch. Die Gruppe verfügt über enorme Erfahrung in der Umsetzung der komplexesten europäischen Projekte.

Als erfolgreiches regionales Beispiel für die Zusammenarbeit mit Bouygues wird oft die Halbinsel Istrien in Kroatien angeführt (Projekt BINA-Istra). Der montenegrinische Premierminister Milojko Spajić erklärte, dass das Projekt im Konzessionsmodell umgesetzt werden soll, also ohne direkte Erhöhung der Staatsschulden Montenegros. Französische Investitionen und Erfahrung werden es ermöglichen, die Trasse nach höchsten EU-Standards zu bauen.

Es ist erwähnenswert, dass die Zusammenarbeit mit Paris weit über den Straßenbau hinausgeht. Bereits bei einem Treffen mit dem französischen Präsidenten erzielte Milojko Spajić auch eine Einigung über die Umsetzung eines weiteren für das Land wichtigen Sozialprojekts. Gemeint ist der Bau eines neuen modernen Krankenhauses in Podgorica, das mit Unterstützung französischer Experten realisiert werden soll. Die Entwicklung eines solchen medizinischen Niveaus parallel zum Straßennetz ist ein großer Pluspunkt für das gesamte Investitionsklima Montenegros.

Investitionsfokus: Grahovo und neue Entwicklungszonen

Für Immobilieninvestoren in Montenegro ist dieses Projekt ein klares Signal, die kontinentalen Gebiete in der Nähe der Bucht von Kotor in den Blick zu nehmen. Čево wird zu einem wichtigen Knotenpunkt Zentralmontenegros, und Krivошije und Grahovo werden aus der „Infrastruktur-Peripherie“ herauskommen.

Perspektivisch wird die Adriatisch-Ionische Magistrale Montenegro mit Bosnien und Herzegowina (in Richtung Trebinje und Korridor 5C) und weiter mit Kroatien und Mitteleuropa verbinden. Die montenegrinische Küste wird aufhören, eine Sackgasse zu sein, und sich in das europäische Autobahnnetz integrieren.

Meinung der MD Realty-Experten: „Jedes Mal, wenn in Montenegro eine neue moderne Straße gebaut wird, steigen Land und Immobilien im Umkreis ihrer Erreichbarkeit im Preis. So war es bei der Eröffnung des ersten Abschnitts der Autobahn Bar — Boljare, so wird es auch bei der Trasse Čево — Krivошije sein. Für Investoren eröffnet sich jetzt ein einzigartiges Zeitfenster, um Grundstücke für den Bau authentischer Villen in den Vorbergen der Bucht zu kaufen – mit deutlich geringerem Budget als direkt am Wasser, aber mit der Garantie künftiger Verkehrsanbindung“.

Wir bei MD Realty verfolgen weiterhin aufmerksam die Entwicklung der Infrastrukturprojekte Montenegros, um unseren Kunden nur die liquidesten und vielversprechendsten Immobilien anzubieten.

Quelle für Foto und Nachricht: Investitor