Die bestbezahlten Arbeitnehmer in Montenegro sind im Finanz- und Versicherungssektor beschäftigt. Laut den Daten des Statistikamts Monstat betrug der durchschnittliche Lohn in diesem Sektor 960 Euro, also 436 Euro mehr als im Landesdurchschnitt.
Dabei liegen die höchsten Gehälter in diesem Sektor im Durchschnitt 40 Euro unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019. In diesem Bereich sind fast viertausend Arbeitnehmer beschäftigt.
Im Jahr 2020 stiegen die Gehälter der Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen am stärksten – um 12,7 Prozent auf 630 Euro.
Im Bereich der Stromversorgung stiegen die Gehälter um 6,75 Prozent und beliefen sich 2020 auf 916 Euro. In der Informations- und Kommunikationstätigkeit, in der mehr als fünftausend Menschen beschäftigt sind, sank der Lohn von 732 Euro auf 697 Euro, während Beschäftigte im Immobilienbereich monatlich 694 Euro erhielten und Bergleute 703 Euro.
In der öffentlichen Verwaltung, dem zweitgrößten Sektor, lagen die Gehälter 2020 auf dem Niveau von vor zwei Jahren – 601 Euro. Laut den Statistikern ist das Lohnwachstum im Bildungssektor deutlich. Das Gehalt der Lehrer stieg um 8,43 Prozent und betrug 2020 540 Euro.
Im Verkehrs- und Lagersektor, in dem mehr als 11.000 Beschäftigte arbeiten, betrug der monatliche Lohn 533 Euro, während die Gehälter in der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei um mehr als 10 Prozent fielen, vor allem auf 521 Euro.
Mehr als fünftausend Beschäftigte im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung erhielten monatlich 414 Euro, ebenso viel wie im verarbeitenden Gewerbe. Die Folgen der Coronavirus-Pandemie sind im Dienstleistungsbereich der Gastronomie und Hotellerie am deutlichsten spürbar, deren Beschäftigte 392 Euro im Monat verdienen, was 8,62 Prozent weniger ist als 2019. Praktisch unverändert sind die Gehälter im Bereich 384 Euro, und in der Verwaltungs- und Bürotätigkeit 354 Euro.
Der Durchschnittslohn in Montenegro betrug 2020 524 Euro, also neun Euro mehr und insgesamt 1,74 Prozent.
