Laut dem montenegrinischen Ökonomen Miloš Vuković wird die Erholung des Tourismus des Landes und des Tourismussektors in quantitativer und qualitativer Hinsicht mindestens drei bis fünf Jahre dauern.
In diesem Tourismusjahr liegen die Einnahmen in Montenegro aufgrund der Coronavirus-Pandemie fast 90 Prozent unter denen des Vorjahres.
Nach Einschätzung von Vuković werden die Tourismuseinnahmen im nächsten Jahr 30 bis 50 Prozent des Vorjahres betragen, da die aktuellen Informationen darauf hindeuten, dass die Massenimpfung erst Ende September abgeschlossen sein wird.
Das vom Tourismus abhängige Land wurde von der durch die Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise stark getroffen, und Prognosen der zuständigen Organisationen zufolge wird es in der Region den größten wirtschaftlichen Einbruch verzeichnen.
„Die Sektoren Tourismus und Reisen, die den Löwenanteil der montenegrinischen Wirtschaft ausmachen, sind besonders stark betroffen“, sagte Vuković.
Nach Angaben der Zentralbank (CBCG) beliefen sich die Einnahmen ausländischer Touristen von Jahresbeginn bis Ende September auf 100 Millionen Euro, während sie im gleichen Zeitraum des Vorjahres 978 Millionen Euro betrugen.
Wie stark Montenegro vom Tourismus abhängt, zeigen am besten die von Vuković angeführten Daten des World Travel & Tourism Council (WTTC), denen zufolge der Beitrag dieses Sektors zur Wirtschaft 32,1 Prozent bzw. 1,76 Milliarden Dollar beträgt.
Dasselbe gilt für den gesamten Beitrag von Tourismus und Reisen zur Beschäftigung. Laut Vuković hängen 66,9 Tausend Menschen, also 32,8 % der Gesamtzahl der Beschäftigten in Montenegro, vom Tourismus ab, der ein Drittel der Wirtschaft des Landes ausmacht.
