Aufschub des Maklergesetzes in Montenegro: Warum sind die Agenturen dagegen?
Die Einführung zivilisierter Spielregeln auf dem montenegrinischen Immobilienmarkt wird erneut verschoben. Die Regierung von Montenegro hat den Vorschlag angenommen, das Inkrafttreten des Gesetzes über die Vermittlung beim Kauf und der Vermietung von Immobilien (Zakon o posredovanju u prometu i zakupu nepokretnosti) um ein weiteres Jahr auf Juni 2027 zu verschieben.
Diese Entscheidung löste scharfe und berechtigte Kritik seitens offizieller und registrierter Immobilienagenturen aus, die sich schon lange für eine rasche Ordnung in der Branche einsetzen.
Kern des Problems: legales Geschäft gegen den „grauen“ Markt
Ursprünglich sollte das Gesetz in naher Zukunft in Kraft treten und alle Makler verpflichten eine berufliche Ausbildung zu absolvieren, eine Qualifikationsprüfung abzulegen, eine Lizenz zu erhalten und ihre Haftung zu versichern.
Der Verband der Immobilienagenturen Montenegros (UANCG) äußerte kategorische Ablehnung gegenüber der Entscheidung des Wirtschaftsministeriums, die Frist zu verschieben. Offizielle Vertreter der Branche bezeichnen diesen Schritt als „Zugeständnis an den illegalen Sektor“.
Warum schadet die Verschiebung des Gesetzes dem Markt?
Schutz der Rechte von Schattenmaklern: die Verschiebung ermöglicht es illegalen Maklern und Freelancern, weiterhin ohne Steuerzahlungen, Lizenzen und Verantwortung gegenüber den Kunden zu arbeiten. Für Arbeit ohne Lizenz werden strenge Geldstrafen von 500 € bis 4000 € verhängt.
Risiken für Käufer: ohne verpflichtende Absicherung von Transaktionen und ein Register lizenzierter Agenten bleiben ausländische Investoren vor Betrug oder Inkompetenz ungeschützt.
Verluste für den Staatshaushalt: der Staat verliert weiterhin Millionen Euro an Steuern, die über illegale Geschäfte an der Staatskasse vorbeigehen.
Offizielle Agenturen betonen, dass es mehr als genug Zeit zur Vorbereitung gab und jene Unternehmen, die auf ehrliche Arbeit ausgerichtet sind, bereits vollständig auf die neuen Regeln vorbereitet sind.
Was wird das neue Gesetz für Käufer und den Markt ändern?
Wenn das Gesetz schließlich in Kraft tritt, wird es strenge europäische Spielregeln einführen:
Das Ende der „schwarzen Makler“:
Nur Agenten, die die staatliche Prüfung bestanden und in das offizielle Register des Wirtschaftsministeriums eingetragen sind, dürfen auf dem Markt arbeiten. Die Befugnisse der „grauen“ Makler aus Telegram-Chats werden annulliert.
Finanzielle Garantien: Jedes Unternehmen ist verpflichtet, seine Haftung zu versichern (mindestens 15.000 Euro pro Versicherungsfall und bis zu 45.000 Euro insgesamt pro Jahr). Wenn ein Makler einen Fehler macht, deckt die Versicherung den Schaden des Kunden.
Prüfungen und Büros: Makler müssen ihre Kenntnisse der montenegrinischen Gesetze nachweisen, und die Unternehmen selbst müssen über offizielle Büroräume verfügen — keine „Treffen im Café mit dem Laptop“.
Strenge Sanktionen: Für Arbeit ohne Lizenz oder Verstöße gegen die Regeln der Objektwerbung sind erhebliche Geldstrafen vorgesehen — von 500 bis 4000 Euro.
Die Position von MD Realty: Kundensicherheit an erster Stelle
Wir bei MD Realty unterstützen die Position der Association (UANCG) vollständig und setzen uns für eine rasche Legalisierung des Marktes ein.
Vjatscheslaw Majewski (Slava Maevski), Gründer der Immobilienagentur MD Realty:
„Unabhängig davon, wann das Gesetz auf staatlicher Ebene verbindlich wird, arbeitet unsere Agentur bereits heute nach den strengsten europäischen Standards für Transaktionssicherheit. Für unsere Kunden bedeutet das, dass jedes Detail — von der rechtlichen Unbedenklichkeit des Objekts bis zur finanziellen Transparenz — unter der Kontrolle von Fachleuten steht. Wir empfehlen Investoren stets, nur registrierten Unternehmen zu vertrauen, die über ein offizielles Büro in Montenegro und ein Team qualifizierter Spezialisten verfügen“.